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Gelungene Vernissage der Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî“ in Darmstadt

Vernissage der Ausstellung "Jin, Jiyan, Azadî"
Vernissage der Ausstellung "Jin, Jiyan, Azadî"

Darmstadt: Bürgermeisterin und Frauendezernentin Barbara Akdeniz eröffnet die Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî – Die Errungenschaften der Frauenrevolution“.

Bürgermeisterin Barbara Akdeniz bei der Vernissage der Ausstellung "Jin, Jiyan, Azadî"
Bürgermeisterin Barbara Akdeniz bei der Vernissage der Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî“

Der Darmstädter Solikreis Kurdistan Rojava und NavDem haben am 6. Juli 2026 zur Austellungseröffnung „Jin, Jiyan, Azadî“ ins Stadthaus eingeladen. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernahm die Darmstädter Bürgermeisterin Barbara Akdeniz. Sie begrüßte auch noch weitere Stadtverordnete der Grünen und der Linken, die der Einladung der Veranstalter gefolgt waren. In einer bewegenden Rede sprach sie über die politische Resolution zur Solidarität mit Rojava, die im Stadtparlament einstimmig verabschiedet wurde und über die daraus folgenden Verantwortlichkeiten der Stadt gegen über den kudischen Einwohner*innen der Stadt Darmstadt, aber auch über die Solidarität mit dem demokratischen Prozess in Nord- und Ostsyrien (Rojava) und betonte dabei besonders die Errungenschaften der Frauen und die Vorbildrolle der kurdischen Frauenbewegung für die internationale Frauenbewegung. Die Ausstelllung zeige, dass Frauen sich in allen Bereichen der Gesellschaft ein herausragende Stellung erkämpft hätten und dass in Rojava Frauengleichstellung aktiv gelebt werde. Überall auf der Welt seinen Frauenrechte durch autokratische Herrscher bedroht. Die Stadt Darmstadt möchte weiterhin Solidarität zeigen und sei an der Seite der Kurdinnen und Kurden und unterstützt die Arbeit des Solikreises Kurdistan-Rojava.

Annett Bender vom Europakomitee der Frauenstiftung Nordostsyrien (WJAS) ging in ihrem Redebeitrag auf die aktuellen Entwicklungen in Syrien ein. Seit 14 Jahren wird in Rojava ein demokratisches Gesellschaftsystem entwickelt das alle sozialen, kuturellen und religiösen Gruppen in ihrer Vielfalt beteiligt und die Befreiung der Frau in den Vordergrung stellt.

Vernissage der Ausstellung "Jin, Jiyan, Azadî"
Vernissage der Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî“

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll alle Errungenschaften der Frauenrevolution. Es gab immer viele widrige Rahmenbedingungen: Dauernde Angriffe der Türkei auf die Infrastrutur. Die Bedrohung durch den wiedererstarkenden IS usw. Sie hebt hervor, dass es nun eine noch größere viel existenziellere Bedrohung gibt. Assad wurde gestürzt und islamistische HTS Milizen mit ihrem Anführer al-Schara übernahm die Macht in Syrien. Weite Teile des Selbstverwaltungsgebiets wurden durch islamistische Milizen und türkische Sondereinheiten eingnommen. Die Selbstverwaltungsgebiete schrumpften auf die Kernbereiche mit überwiegend kurdischer Bevölkerung zusammen. Seit Januar wird nun verhandelt. Zunächst schien es noch so, als könnten Teile der Selbstverwaltung und auch militärische Strukturen aufrechterhalten werden, aber die Realität zeigt, dass nach und nach eine Übernahme der Selbstverwaltungen durch die Syrische Regierung von statten geht. Die gleichberechtigete Teilhabe von Frauen ist zunehmend nicht mehr gewährleistet. Männer übernehmen wieder die meisten wichtige Ämter. Das Frauenbildungsministerium soll in Familienministerium umbenannt werden. Die Finanzierung von Frauenprojekten ist ungewiss. Auch die Frauen Selbstverteidigungseinheiten sollen sich auflösen.

Vernissage der Ausstellung "Jin, Jiyan, Azadî"
Vernissage der Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî“

Alle fortschrittlichen Errungenschaften der Frauenrevolution passen nicht in das patriachale Weltbild der neuen Machthaber. Deshalb, so betont A. Bender ist es gerade jetzt so wichtig Solidarität zu zeigen und die Frauen in Rojava, für die so viel auf dem Spiel steht, zu unterstützen.

Im Anschluß an ihren Vortrag führte Annett Bender die Ausstellungsbesucher noch durch die Ausstellung und beantworte viele Fragen von interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. Die Ausstellung ist im Justus Liebig Haus in Damstadt noch bis zum 18. Juli zu sehen.

Im Rahmen der Ausstellung wird am 17. Juli um 19:00 Uhr im Naturfreundehaus in Darmstadt der Film „Trotz alledem“ von Robert Krieg, der bei der Vorstellung anwesend sein wird, gezeigt.

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