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Fr, 17.07. um 19 Uhr: Film „Tevî her tiştî – Trotz alledem“ mit dem Regisseur Robert Krieg

Filmplakat für "Tevî her tiştî - Trotz alledem" von Robert Krieg
Filmplakat für "Tevî her tiştî - Trotz alledem" von Robert Krieg

Begleitend zur Ausstellung „Jin, Jiyan, Azadî“ zeigen wir am Freitag den 17.7. um 19:00 im Stadtheim der Naturfreunde Darmstadt (Darmstr. 4a, Darmstadt) den Film „Trotz Alledem“ von Robert Krieg, der zum Film auch anwesend sein wird.

Mit eindrucksvollen Bildern und eindringlichen persönlichen Geschichten begleitet die Dokumentation Frauen in Rojava, einer autonomen Region im Norden Syriens. Trotz anhaltender Konflikte, tief verwurzelter patriarchaler Strukturen und politischer Repression setzen sie sich für ein selbstbestimmtes Leben ein – im Alltag, in Kooperativen, auf Feldern und in Klassenzimmern. Ob Sidan, die als Englischlehrerin gleich mehrere Jobs meistert, oder Jehan, die kunsthandwerkliche Fähigkeiten weitergibt und Räume für Gemeinschaft schafft – sie alle verkörpern den stillen, aber entschlossenen Widerstand gegen Unterdrückung. Regisseur Robert Krieg fängt Momente des Überlebens, der Solidarität und der Hoffnung ein und erzählt von einem gesellschaftlichen Wandel, der abseits der Weltöffentlichkeit geschieht – getragen von Frauen, die den Aufbruch selbst in die Hand nehmen. (W-Film)

Solidarität und Selbstermächtigung

Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen.

Sidan arbeitet als Englischlehrerin, Radioautorin und vermarktet die Webarbeiten ihrer Mutter im Internet. Sie hat die feste Absicht, in ihrer Heimat zu bleiben. Durch ihre Arbeit unterstützt sie junge Menschen dabei, eine berufliche Perspektive zu entwickeln, anstatt ihr Heil in der Emigration zu suchen.

In dem Dokumentarfilm erhalten wir einen eindrucksvollen Einblick in das Leben selbstbestimmter Frauen in Rojava, einer autonom verwalteten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und politischer Unsicherheit kämpfen sie unbeirrt für ihre Unabhängigkeit und eine basisdemokratische Gesellschaft.

Die Protagonistinnen des Films – darunter die technikaffine Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die alleinerziehende Delal, die vielseitige Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehörlose Seidenstickerin Hiba – stehen stellvertretend für eine neue Generation mutiger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und überwindet persönliche wie gesellschaftliche Hürden.

Der Film erzählt in ruhigen, aber kraftvollen Bildern von gelebter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer friedlichen Zukunft – jenseits patriarchaler Strukturen und trotz widrigster Umstände.

Filmdaten: Dokumentarfilm | 90 min
Produktion: Deutschland | 2025
Sprachen: Kurdisch, Arabisch (Untertitel: Deutsch)